AKTUELLES BESONDERES INTERESSANTES |
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Texte, Geschichten, Anekdoten und mehr von Christa Kössner … |
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___________22.02.2012___________
… entsteht dieser Beitrag ohne Titel.
Vielleicht möchte ich Ihnen damit schmackhaft machen, wie erquickend es sein kann, einfach drauf los zu schreiben?! Und sich nichts dabei zu denken, es einfach kommen lassen, hoch kommen lassen, was jetzt heraus möchte. Meine Finger flitzen über die Tasten, während sich draußen ein Hauch von Vorfrühling zeigt. Immerhin heute Plusgrade, ein zartes Vogelgezwitscher höre ich von draußen aus meinem Garten. Meine Finger lasse ich getrost auf der Tastatur, mache mir null Gedanken, was aus diesem Artikel noch werden soll. Soll überhaupt etwas Gescheites daraus werden? Frage ich mich, aber nur kurz, weil mir soeben mein heutiger Traum einfällt. Ziemlich intensiv war er. Ein bisschen kenne ich mich mit Traumdeutungen aus. Ich befand mich in einem alten Haus mit großen, hohen Zimmern … Stopp. Interessant. Ab dem Moment ich „stopp“ dachte, hörten meine Finger auf, zu schreiben. Da haben wir sie wieder – die Macht von Worten! Die Macht unserer Gedanken! Aber jetzt höre ich wirklich auf, sonst geht das Ganze womöglich von vorne los :)
___________14.02.2012___________
Das Faschingskostüm …
… die andere Haut, in die wir schlüpfen, halte ich für eine sehr gute Gelegenheit, Wesenzüge aus ihrem Bann zu befreien, die sich in den geheimsten Winkeln unserer Persönlichkeit verstecken. Im Fasching ist nahezu alles erlaubt, was wir uns das ganze Jahr über verbieten – obwohl es ja so supertoll wäre, wenigstens einmal schlampig und unrasiert ins Büro zu gehen (denkt Abteilungsleiter Bert) …
Obwohl es ja so himmlisch gut wäre, wenigstens einmal im Glitzerlook und durchgestylt von Kopf bis Fuß in einer Bar an der Theke zu sitzen (fantasiert Ludmilla, die an der Kasse vom Supermarkt sitzt) … Nur ein einziges Mal verrückt sein dürfen und schimpfen, was das Zeug hält (malt sich Eva aus, die Stationsschwester) …
Wie auch immer ihre geheimsten Visionen aussehen mögen – sie haben etwas mit Ihnen zu tun, und deswegen sind Ihre Träume und Ihre Wünsche berechtigt! Hören Sie bitte damit auf, Ihre andere Seite, die nur Sie kennen, als unwürdig abzustempeln.
Nützen Sie den Fasching als Chance, für ein paar Stunden in diese andere Person hinein zu schlüpfen! Ich erinnere mich noch heute mit Genuss an ein Gschnas, das ich vor Jahren in einem Brautkleid mit Schleier aus dem Second Hand-Shop besucht hatte … damit schenkte ich mir selbst das Gefühl einer glücklichen Frau.
Der erforderliche Nachsatz dazu -> Eine wirkliche Hochzeit gab es bis heute nicht in meinem Leben – trotzdem fehlt mir nichts … :)
___________04.02.2012___________
Verflixter geliebter Glimmstängel
Der Anlass zu diesem Beitrag liegt ein paar Tage zurück. Ich besuchte spontan aus meinem Bauch heraus den Clubabend eines Freizeittreffs. Nicht etwa, um meine Freizeit zu füllen (diese ist ohnehin mit Ideen und Aktivitäten gefüllt J), sondern um unseren GLÜCKSPOLDI-Anhänger zu zeigen, der bei dieser Gruppe beachtliches Interesse geweckt hatte. Jetzt fragen Sie sich bestimmt, was das mit den Glimmstängeln zu tun hat?
Viel Beachtenswertes, finde ich, und zwar folgendes: Im Laufe des Abends wurde eine Mappe mit Freizeitangeboten herum gereicht, wo sich die Leute eintragen konnten, um daran teilzunehmen. Und was las ich da …? Angebote für Raucher und für Nichtraucher im gleichmäßig abwechselnden Rhythmus! DAS war es, was mich verblüffte. Wo doch die RaucherInnen fast überall ins Abseits gedrängt oder ausgeklammert werden.
Hut ab vor dieser Gleichwertigkeit … vor dieser Toleranz! Erwähnen möchte ich zum Schluss, dass mein Besuch beim Flocity-Clubtreffen in einem Nichtraucher-Lokal stattgefunden hatte. RaucherInnen und NichtraucherInnen saßen gemütlich beisammen an einem Tisch – und genauso wird es wohl beim nächsten Treffen sein, in einem Raucherlokal!
Es geht auch so und das gibt mir Hoffnung auf ein friedvolles Miteinander mit oder ohne geliebten Glimmstängel, so wie es all die Jahre vor den Nichtraucherschutzbestimmungen ohnehin problemlos möglich war.
___________30.01.2012___________
Was mich immer wieder beschäftigt, ist die Frage nach dem passenden Trinkgeld. Nur am Rande sei erwähnt, dass ich in all den 28 Jahren meinen Lehrerinnentätigkeit keinen einzigen Cent Trinkgeld bekommen habe? Wie bekannt, bin ich seit 17 Jahren als Autorin tätig … Trinkgeld? Für Autorinnen? Wieso bitte schön, sollte ich dann den Kanalräumern, den Postboten, den Tankwarten, den Friseusen, den Rauchfangkehrern, den Kellnern … mit freundlichem Lächeln zusätzliches Geld in die Hand drücken, obwohl diese Leute ihr eigenes Geld verdienen?
Wie ich oft schon hörte, wären 10 Prozent des zu bezahlenden Betrages als angemessenes Trinkgeld legitim!? Oh je. Würde das stimmen, wäre ich meinem Tankwart noch 2,50 Euro schuldig (ich gab 1 Euro fürs Putzen der Windschutzscheibe), obwohl ich 35 Euro für Superbenzin bezahlte. Auch meine Friseuse hätte bei mir noch 7 Euro gut … Wenn ich so überlege, habe ich mir allein bei diesen zwei von mir falsch berechneten Trinkgeldern 9,50 Euro erspart! Super.
Ein Mittagessen bei meinem Lieblingschinesen kostet inklusive Apfelsaftmitleitungswasser 10 Euro 20. Davon 10 Prozent Trinkgeld ergibt ein Plus von 1,20, also bezahle ich insgesamt Euro 11,30 … obwohl ich im Grunde nur Euro 9,50 Tankwart- und Friseurtrinkgeldersparnis zur Verfügung hätte!! Stopp. Jetzt wird es kompliziert – und das Komplizierte ist so gar nicht meines! Also werde ich mit gutem Gewissen weiterhin lieber meinem spontanen „Bauch“ gehorchen, wer, wann, wie viel Trinkgeld von mir bekommt. Punkt.
___________20.01.2012___________
Zwei Themen, die seit Tagen meinen „Bauch“ herausfordern, seine Meinung kund zu tun.
Das Baby einer mutmaßlichen Doppelmörderin. Ich bin selbst Mutter und frage mich, was für den Buben wohl das Beste sein mag? Bis heute konnte ich noch keine Antwort finden, die meinen „Bauch“ UND mein Herz zufrieden stellt. Worüber ich allerdings immer wieder grüble, ist die Tatsache, dass – egal wo und bei wem nun das Baby heran wächst – die Mutter zwei Männern das Leben genommen hat. Wie viel Wut und Kraftpotenzial muss in einem Menschen vorhanden sein, das zuwege zu bringen … Niemand hat das Recht über Leben und Sterben in Selbstjustiz zu richten, ist meine Meinung. Tatsache bleibt, dass das jetzige Neugeborene 10, 20 und mehr Jahre damit leben muss – und das stimmt mich heute schon sehr traurig.
Ein Kreuzfahrtschiff mit 4000 Passagieren rammt einen Felsen. Es gibt Verletzte, Vermisste und Tote … Automatisch kam mir die Titanic in den Sinn. Ein ebenso unsinkbares Schiff, glaubte man. Ein ebensolches Chaos bei der Evakuierung … ein ebenso fürchterliches Szenario beim Herablassen der Rettungsboote … ebenso eingeschlossene Personen in den unteren Decks … Wenn Sie meine Bücher kennen, wissen Sie, dass ich eine bin, die versucht, in x-beliebigen Situationen das Gute heraus zu finden, das „Geschenk“, wenn Sie so wollen. Das ist wahrlich nicht immer leicht, aber möglich. Selbstverständlich zeigt das Spiegelbild „sinkendes Schiff“ für jeden einzelnen an Bord etwas anderes, etwas individuelles Gutes. Mir und meinem „Bauch“ als außen stehende Beobachterin zeigt dieses völlig unvorhersehbare Unglück auch etwas Gutes: Dass ich mit strikten Urteilen und übertriebenen Superlativen sehr vorsichtig umgehen sollte. NICHTS auf der Welt ist unfehlbar – schon gar nicht der Mensch. |
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