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Lass' dich berühren…

Sehr viele meiner LeserInnen und bestimmt auch viele Besucher auf meinThema kennen mich mittlerweile nicht nur als Autorin, sondern auch als verborgene Tierschützerin.

 

Verborgen deswegen, weil ich eine bin, die vor Ort – wo das Tierleid am allergrößten ist – nichts tun kann. Ich schaffe es bis heute nicht, stark zu bleiben angesichts eines halb tot gefahrenen Hundes oder einer Muttersau, die Zeit ihres Lebens in einem Metallzwinger liegen (!) muss, während ihre Ferkel von außerhalb des Gitters an ihr säugen.

Meine Tränen hören immer noch nicht auf zu fließen, wenn ich höre, dass Jugendliche mit einer Babykatze so lange Fußball gespielt haben, bis sie tot war.

 

Umso mehr bewundere ich all jene Menschen, die sich für die ärmsten der armen Gottesgeschöpfe einsetzen, oft bis an die Grenze ihrer emotionalen und körperlichen Leistungsfähigkeit! Diese Menschen verdienen unsere Unterstützung, sei es auch „nur“ mit Geld, so wie ich das handhabe.

Gottes Hände sind überall dort, wo du und ich, wo wir sind … um zu helfen.

 

Kann sein, dass ich mit diesem Artikel ein Risiko eingehe, weil ich damit einigen oder vielen auf die Nerven gehe. Macht nichts. Für die vielen vergessenen, gequälten und vor allem unschuldigen Tiere gehe ich dieses Risiko ein mit der Bitte: Lasse dich berühren.

Trau dich hinein zu fühlen in einen vergessenen Esel in Mauretanien, der angebunden und tagtäglich von früh bis spät in der prallen Sonne stehen muss … ohne Wasser, ohne Futter … mit wundem Rücken … einfach sich selbst überlassen …

Trau dich hinein zu fühlen in jenen kleinen Hund in der Steiermark, der drei Jahre lang in einem winzigen Käfig im Keller leben musste … dessen Muskel so verkümmert waren, dass er nur noch kriechen konnte … und trotzdem bewahrte er seinen Lebenswillen und seinen Glauben an einen Menschen, der ihn befreit.

 

Bitte lasse dich berühren. Wende deinen Blick nicht mehr ab, wenn du Fotos von einem Lebendtiertransport siehst. Mutterkühe, Kälber … hungrig, durstig, eingepfercht auf engstem Raum, bei über vierzig Grad! Jedes dieser Tiere hat eine Seele, so wie du und ich, so wie wir alle Teil der großen Gesamtseele sind. Jedes dieser Tiere hat Empfindungen von Freude oder Schmerz, so wie du und ich, so wie wir! All diese Tiere sind unsere Spiegelbilder. Und solange wir diese nicht wahrnehmen wollen, solange haben wir selbst keine heilende Verbindung zu unserer Seele. Bitte lasse dich berühren – um deinetwillen.

 

Trau dich hinzusehen! Höre damit auf, nach vernünftigen Argumenten zu suchen, warum „man ohnehin nichts ändern kann“, oder „dass die Spendengelder sowieso nicht zum Ziel gelangen“. Jeder Cent, den du gibst, ist ein wertvoller Beitrag – weil es allein um deine Bereitschaft geht, zu geben … anstatt deine Augen weiterhin vor so viel unendlichem Tierleid zu verschließen. Es ist nicht leicht, aus alten Strukturen auszubrechen. Umso mehr danke ich dir, wenn du es tust.

In Liebe und Verbundenheit Christa Kössner
 

meinThema Redaktion
... aus unserem Extrablatt: Lass' dich berühren... ein Aufruf von Christa Kössner

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