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Macht Sexualität krank?
Wann Sex zum krankmachenden Faktor wird

Sexualität ist eines der Grundbedürfnisse eines Menschen. Neben dem Wunsch nach Nahrung, dem Wunsch nach Schlaf und dem Wunsch nach Schutz gehört die Intimität und der Sex zu den Trieben, die primär erfüllt sein sollten. Erst, wenn wir satt, ausgeschlafen, befriedigt sind und uns sicher fühlen, werden wir kreativ, aktiv und sind zu „höheren Kulturleistungen“ fähig.

Wir sollten nicht nur schauen, dass wir in sicheren Häusern leben und genug zu essen und zu trinken haben, sondern uns auch mit der Frage beschäftigen:

„Wie zufrieden bin ich mit meinem Liebesleben und mit meiner Sexualität?“

Fakt ist, dass die Scheidungszahlen in den Industrieländern bei 50% liegen und die durchschnittliche
Halbwertszeit einer Beziehung bei unter vier Jahren liegt. Dies bedeutet, dass viele Kinder noch nicht
einmal in den Kindergarten gehen- und schon haben sich ihre Eltern getrennt – und danach gegebenenfalls erneut liiert. Was dies in einer Kinderseele anrichten kann, möchte ich im Rahmen
dieses Artikels gar nicht zum Thema machen. Ich möchte nur anmerken, dass ich in vielen Biographien derlei frühe Traumen finde. Forschungen von z.B. Professor Joachim Bauer belegen, dass
das, was andere fühlen, von uns über unsere Spiegelneurone ebenfalls empfunden werden kann und wird.

Eine nicht befriedigende Partnerschaft untergräbt aber unser Selbstwertgefühl.

Streit, Ärger und Stress in der Partnerschaft schwächen unser Immunsystem. Wenn also die Beziehung nicht gut läuft oder kränkelt, dann werden wir selbst auch anfälliger für Infekte oder autoaggressive Erkrankungen, wie Hashimoto oder Multiple Sklerose. Eine nicht befriedigende Partnerschaft untergräbt aber auch unser Selbstwertgefühl. Die Flaute im Bett lähmt unseren
Antrieb und unsere Freude am Leben – bis hin zur manifesten Depression.
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