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Christa Kössner

Spiegelgesetz

     
   
  • Aus dem Bauch heraus
Aus dem Bauch heraus

 

___________22.05.2012___________

 

… nehme ich heute das Verhalten eines Stiers namens Ivan zum Anlass für diesen Beitrag. Seit sieben (!) Monaten versteckt sich der schlaue Bursche im Wald – weil er offensichtlich ein Hirsch sein möchte?!

 

Diese kurze Notiz in einer Tageszeitung brachte mich auf folgende Gedanken: 

Ich kenne nur wenige Menschen, die wirklich und aus Überzeugung DAS sein möchten, was sie sind. Die Probe aufs Exempel habe ich oft und oft in Seminaren gemacht, und zwar mit einer Liste der geliebten und gelobten Eigenschaften … und der abgelehnten. Raten Sie mal, welche Rubrik mindestens doppelt so lang war? Ja genau! Ich frage mich ausnahmsweise heute, woher der Hang zur Selbstkritik in diesem überhöhten Ausmaß kommt? Ausnahmsweise deshalb, weil ja die Vergangenheit bekanntlich vorüber ist und wir dort nichts mehr ändern können. Selbstkritik kann natürlich auch sehr fruchtbar sein! Mir geht es absolut nicht darum, sich ständig und überall mit den eigenen Schokoladenseiten präsentieren zu müssen – sondern mir geht es um das Maß, um das natürliche, bodenständige Maß an ehrlicher Selbstdarstellung, ums Authentisch-Sein. Sich selbst ständig herunter zu machen … oder Ja zu sagen, obwohl innen das Nein schreit … oft vor angeblich wichtigen Leuten (Eltern, Erbtanten oder –onkeln, Vorgesetzten usw.), hat nichts mit dem normalen, natürlichen Maß an Selbstkritik zu tun, von dem ich hier spreche. Also vielleicht möchten Sie mal selbst Ihre Positiv-Negativ-Liste unter die Lupe nehmen? Und sie anschließend in ein höchst mögliches Gleichgewicht bringen?

 

 

___________13.05.2012___________

 

… möchte ich mit Ihnen meine Empfindungen über eine (meine!) „kreative Explosion“, die sicher auch mit dem Venus-Transit zu hat, teilen. Anders kann ich mir die momentane Vielfalt meiner sprudelnden Ideen nicht erklären! Ohne Notizblock gehe ich derzeit nicht aus dem Haus :) Überall kugeln Stifte und Farben herum, Mappen … bunte Hefte, Wollkörbe und natürlich steht auch meine Staffelei „Habt Acht“! 

 

Dieser Beitrag entsteht sehr wohl mit einem gut gemeinten Hintergedanken. Ich möchte Sie gerne aufwecken … ermuntern … motivieren! Damit auch Sie an Ihre ganz persönlichen Ideen glauben! Es gibt keine unmögliche Idee. Lassen Sie bitte Worte wie „unmöglich“ oder „verrückt“ beiseite. Verwirklichen Sie Ihre Ideen! Schwebt Ihnen etwas ganz Großes vor, dann eben Schritt für Schritt. Kommt Ihnen Ihre Idee unbedeutend oder kleinwinzig vor, dann heben Sie sie einfach empor! Jede Idee hat Bedeutung für denjenigen, der sie im Kopf formuliert und sie dann mit der begeisternden Freude seines Herzens auflädt! Die Tatkraft zum Umsetzen kommt anschließend ganz von alleine. Wer an seine Ideen glaubt – der glaubt an sich selbst. Und umgekehrt: Wer an sich selbst glaubt … verwirklicht seine Ideen!

In diesem Sinn gutes Gelingen!

 

 

___________28.04.2012___________

 

… möchte ich meine Freude über unsere Mutter Natur ausdrücken. Die Fliederbüsche leuchten heute besonders schön, kommt mir vor. Die Wiesen rundherum strahlen mir kraftvoll in saftigem Grün entgegen. Der wilde Wein auf der Mauer gegenüber rankt sich so lustvoll und leicht empor, als wäre sein einziges Streben, hinauf zu kommen, zum Licht! Ein hellgraues Taubenpärchen sitzt auf dem Mast vor meinem Haus … etwas weiter weg eine Amsel, die mich heute früh am Morgen mit ihrem Gesang in den Tag begleitet hat … Welch eine Kraftquelle des Friedens und der Dankbarkeit ist unsere Mutter Natur! Schon als junges Mädchen lief ich immer irgendwo hinaus, in den Wald oder auf eine Wiese zu einem Bach, um aufzutanken, wenn es nicht so rund lief in meinem Leben. Immer haben mir diese kurzen Ausreißer geholfen, wieder in meine Mitte zu finden und meinen friedlichen, inneren Kern zu spüren. Es genügen wirklich ein paar Minuten im Schatten eines Baumes, oder am Wasser, oder in einer Wiese … im Einklang mit Mutter Natur … um das innerste Geheimnis jedes Menschen zu erreichen … unseren heilen, göttlichen, starken, inneren Wesenskern.

 

 

___________16.04.2012___________

 

… angeregt durch eine Diskussion im Freundeskreis, möchte ich das Thema „Erfolg und/oder Misserfolg?“ in den Raum stellen und Sie herzlich einladen, mitzudiskutieren. Was für XY  möglicherweise einen Mega-Erfolg darstellt, kann für Z den schmerzlichsten Misserfolg aller Zeiten bedeuten … Ein simples Beispiel:

XY stürmt freudestrahlend in Haus, um seinen über drüber Mega-Erfolg heraus zu brüllen: „Nach 19 Jahren erfolglosem Lotto-Spielen habe ich heute den Jackpot geknackt!!“ Daraufhin die Antwort von Z, seinem Nachbarn: „Um Gottes Willen! So viel Geld ist doch nur eine Belastung!“

 

Ein anderes Beispiel:

XY wurde in den Vorstand seines Konzerns gewählt, in dem er vor vielen Jahren klein angefangen hatte. Was für ein Erfolg! Auch Z, der im selben Betrieb angestellt ist, wurde für die Chefetage vorgeschlagen. Sein Kommentar: „Nur das nicht!“ 

Diese erfundenen Beispiele regen zum Nachdenken an. Warum ist es möglich, dass ein und dieselbe Sache (!) gleichzeitig (!) Erfolg und Misserfolg sein kann?

Mir hat diese Thematik wieder einmal bewusst gemacht, wie groß unsere Macht als Individuum ist. Es ist immer nur meine eigene Sichtweise, die mir eine bestimmte Situation als „Erfolg“ vorgaukelt, oder als „Misserfolg“ … Ich weiß jetzt den genauen Wortlaut nicht, doch so ähnlich klingt ein Zitat, das ich irgendwo gelesen habe -> Was du als deinen größten Misserfolg ansiehst, ist in Wahrheit dein größter Erfolg gewesen. Und genau das hilft mir, meine allzu raschen Statements über Erfolge (?) oder Misserfolge (?) im Zaum zu halten …

 

 

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